Touch

Love hunt me down
I can’t stand to be so dead behind the eyes
And feed me, spark me up
A creature in my blood stream chews me up

So I can feel something
So I can feel something

Give me touch
‚Cause I’ve been missing it
I’m dreaming of
Strangers
Kissing me in the night
Just so I
Just so I

Can feel something
Can feel something
Can feel something
Can feel something

You steal me away
With your eyes and with your mouth
And just take me back to a room in your house
And stare at me with the lights off

To feel something
To feel something
To feel something
To feel something

In the night
In the night
In the night
When we touch
In the night
‚Cause I’ve been lusting it

 

Touch by Daughter

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I can sea you

Ich stehe hier vor dir in der Kälte, die Gischt peitscht mir unaufhörlich ins Gesicht, aber du bist unerreichbar für mich. Viel zu lange warte ich schon darauf, dass du einen Schritt auf mich zumachst, aber du bleibst starr an der Stelle stehen, wo alles angefangen hat, wie ein einsamer Leuchtturm mitten im weiträumigen Meer, dass unsere Seelen von dem trennt, was wir einst Glück nannten.

Ich kann dir vom anderen Ufer aus zuwinken, doch du drehst dich einfach weg und lässt mich zurück wie eine Gestrandete. Gestrandet mit meinen Erinnerungen an eine andere Zeit, eine Zeit die unbeschwert war und erfüllt von Momenten. Ich habe versucht ein Boot zu bauen, es mühsam aus alten Brettern und Reminiszenz zusammen gehämmert, um ans andere Ufer zu gelangen, doch mein Boot zerschellte an den Klippen deines Hochmutes und ich wurde wie Treibholz zurück an meinen Strand gespült. Ich wünschte, ich wäre ertrunken, doch hast du irgendwie dafür gesorgt, dass ich nach oben getrieben wurde und mich wieder mit kraftlosen Händen zurück an den Strand gekämpft habe.


Die Wellen spülen Fetzen von Erinnerungen an den mit Algen übersäten Strand. Ich könnte ein Netz auswerfen, dass alle die Augenblicke einfängt, die dich an mich erinnern. Ich würde sie dir nehmen, wie du mir meine genommen hast und mich dann forttreiben lassen, egal wohin, nur weg von hier. Denn irgendwann wird das hier nicht mehr der Strand sein, der uns beiden gehörte. Die Ebbe wird kommen und dafür sorgen, dass andere diesen Strand entdecken, doch ich werde dann nicht mehr hier sein. Du bleibst an deinem Standpunkt wie ein Fels in der Brandung, allein.

Ich kann dich sehen, aber du siehst mich nicht mehr, deshalb gehe ich mit der Flut zurück ins Meer, lasse mich hinabziehen in die Kälte und ertrinke in meinem Kummer. Ich gehe ins Wasser, denn Leben geht und entsteht.

5.47 am

Träume sind etwas seltsames. Manchmal möchte man, dass sie wahr werden, doch es gibt Träume von denen man nicht will, dass sie wahr werden. Um durch schwierige Zeiten zu kommen brauch man Träume, sie helfen das Erlebte zu verarbeiten und sich damit zu arrangieren.


Es war eine Nacht, die man nicht so schnell vergisst. Alles fing mit einem Unwohlsein in der Magengegend an. Ich wachte um 4:30 auf und wollte mich schnell wieder ins Land der Träume katapultieren. Wasserkocher an, 3 Minuten warten, Wärmflasche füllen, schlafen. Ich wälzte mich im Bett hin und her und nach kurzer Zeit fiel ich in eine Art Dämmerschlaf, also nicht richtig schlafend aber auch nicht richtig wach.

Ich war in meinem Schlafzimmer, in meinem Bett, Z. lag neben mir. Seine Ärztin betrat das Zimmer. Sie begrüßte ihn freundlich und blätterte in seiner Akte herum. Sie zog ihm das Tshirt über den Kopf, um ihn zu begutachten. Dann las sie einige Sachen aus seiner Akte vor. Ich selbst sehe das wie eine Filmsequenz, scheine dann aufzustehen und mich an den Rand des Bettes zu setzen, um in den leeren Fernseher zu starren, der in der Ecke  steht. Es ist dunkel, also kann man nichts sehen. Ein merkwürdiges Gefühl beschleicht mich, von dem ich nicht sagen kann, was es sein soll. Dann höre ich Z. Stimme, der sagt: „Können wir jetzt weiterschlafen?“ Ich merke, dass die Situation nicht real ist, denn Z. ist nicht zu Hause. Ich spüre, wie mir warm wird und mein Körper unbeweglich. Ich kann mich nicht rühren, doch weiß ich, dass ich wach bin. Das Folgende kann ich nicht einschätzen, ob es sich in meinem Unterbewusstsein oder in der Realität abgespielt hat.


Ich bin bei Bewusstsein, doch fühle ich mich wie ein Stein. Ich spüre die Wärme und den Schweiß auf meinem Tshirt. Irgendetwas ist über mir, eine Art schwarzer Schatten. Ich schreie laut, oder versuche es zumindest. Ich versuche den Kopf nach links und rechts zu schlagen, um mich irgendwie aus dieser Trance oder wahnhaften Realität zu befreien. Der Schatten ist jetzt überall, ich nehme ihn war, doch irgendwie ist er auch nicht da. Es dauert nur ein paar Sekunde, doch der Schock darüber, was gerade passiert ist, lässt mich nicht los. Es ist 5.47 am und ich weiß nicht, ob es Traum war oder Realität. Ich bin in Panik und versuche eine sinnvolle Erklärung zu finden. Vielleicht Fieber, vielleicht Dehydration. Ich sitze in der Dunkelheit des Schlafzimmers, ein Ort der Sicherheit und Geborgenheit. Doch gerade eben wollte ich noch nie so gern die Flucht ergreifen, wie in diesem Moment. Ich leuchte mit der Taschenlampe in meinem Handy das Schlafzimmer ab, in der Hoffnung etwas zu finden, was nicht da sein kann, aber auch mit der Angst, dass etwas da sein könnte. Ich versuche mich zu beruhigen. ich spüre meinen Herzschlag, die Schmerzen in der Magengegend sind immer noch da. In aller Panik verlasse ich das Schlafzimmer immer noch mit der Taschenlampe in der Hand. Jetzt schreibe ich im Wohnzimmer, immer noch mit zitternden Händen und schweißnasser Stirn. Kurz vor dem Morgengrauen, der Vollmond scheint noch immer.

DIY in der Walachei

Wieviele Bands träumen davon auf einer großen Bühne zu stehen oder einen Plattenvertrag zu unterschreiben? Die meisten wahrscheinlich, aber dieser Traum wird sich niemals erfüllen, denn wir leben ihn doch bereits.

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Freiheit – das ist das wichtigste im Leben eines Musikers. Wer möchte schon in seinem künstlicherischen Dasein eingeschränkt und in eine Schublade gepresst werden, nur um dem Mainstream zu gefallen? Niemand! Alles worauf es ankommt, ist man selbst zu sein. Keine Klischees, die man erfüllen muss, nur um in ein bestimmtes Genre zu passen.

Als Konzertveranstalter ist man genauso auf der Suche nach dem Außergewöhnlichen wie die Band nach dem Event. Und es ist wahr, dass auch die Konzertgänger keine Lust mehr auf Mainstream haben, sondern wieder die kuschlige Atmosphäre eines Undergroundkonzertes suchen. Wir bewegen uns seit Jahren im Underground und freuen uns, wenn die Leute aus Neugier zu Konzerten kommen, weil sie in den großen Arenen abkotzen und ihre Lieblingsbands nur als Mini-Mes sehen können.  Bei uns gibt es Vollkontakt-Konzerte. Bands kommen von überall, um dieses familiäre Gefühl zu spüren, nette Gespräche zu führen und einen sehr privaten Moment mitten in der Öffentlichkeit zu genießen. Es gibt nirgendwo so viel Ehrlichkeit von den Besuchern als auf solchen DIY-Veranstaltungen. Es werden Kontakte über ganz Deutschland geknüpft, gepflegt und ein Gig im Austausch für einen Gig, ist die beste Wertschätzung, die man als Musiker erhalten kann.

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Nach all den Jahren harter Arbeit im Proberaum, Überlegungen über die neueste technische Anschaffung und diversen künstlerischen Krisen, fragt man sich immer wieder wofür man das alles eigentlich macht? Macht es für euch, dann kommt der Buschfunk und ihr macht es für euch und für andere, weil sie das, was ihr macht, toll finden. Irgendwann entstehen Connections und es werden Ideen geboren, die zusammen etwas wunderbares erschaffen können. Musiker mögen vielleicht arme Schweine sein, aber sie sind glückliche Schweine. Frei in einer Welt, die keiner besser versteht als sie selbst. Trve ist, wer zu dem steht was er tut und andere dazu anregt es genau auf diese Weise zu machen – nämlich auf die eigene!!!

Also Regel Nummer 1: Nicht nur quatschen, sondern machen. Wir leben in einer Welt voller Analytiker, wir brauchen mehr Macher. Macher, die Bock auf DIY haben und Kultur schaffen, wo keine ist. Und wer sind wir, wenn wir nicht das tun, was uns glücklich macht?

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Die Band auf den Fotos ist Fenfire aus Darmstadt. Hört mal rein, Dornen und Sand ist echt ein Sahnestück.

Fenfire auf Bandcamp

Irrland

Ich bin in einer Zeit des Umbruchs, die mich über viele Dinge nachdenken lässt. Dinge, die früher selbstverständlich waren, es jetzt nicht mehr sind, weil die Umstände sich geändert haben. Was bringt es uns an alten Sachen festzuhalten, die uns Jahre nicht mehr glücklich gemacht haben? Sie waren eine Pflicht, weil man es eben immer gemacht hat. Dieselben Dinge an den gleichen Daten. Eintönigkeit – das war es. Zeit um neue Dinge zu erleben, gab es genug, aber man hatte immer eine Ausrede parat, diese Dinge nicht anzugehen. Und wenn dann alles anders wird, als man denkt, fragt man sich: Warum? Warum haben wir die Dinge nicht getan, die wir hätten tun können?

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Wir sind gefangen in einer Schleife, die uns immer mehr Eintönigkeit und Wiederholung bringt. Reicht es nicht, den Moment einfach einen Moment sein zu lassen, weil er gänzlich so perfekt war wie er war? Warum muss alles ständig wiederholt werden? Um sich in Gefühlen zu wälzen, die wir sonst ohne all das nicht mehr erleben?

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Reichen nicht die Erinnerungen, die das Erlebte mit sich bringen oder muss man sich ständig mit den selben Dingen befassen und sich wie ein Abhängiger daran festsaugen, weil man nichts anderes mehr spürt als innere Leere und Unzufriedenheit? Irgendwann ist alles nicht mehr das was es einmal war, doch es kommt eine neue Zeit, die neue Möglichkeiten schafft. Die es schafft, uns unser Inneres wieder spüren zu lassen, weil andere Dinge ihren Platz eingenommen haben. Eine Erinnerung bleibt, wir können sie immer wieder abrufen. Der Mensch brauch Erinnerungen, ich brauche sie, um nicht zu vergessen, wer ich war und wer ich sein kann.

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Erinnerungen lassen Augenblicke unsterblich werden.

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Raus aus der Stille

„Das Gewissen macht uns alle zu Egoisten.“ – Oscar Wilde

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Kennt ihr das? Man sitzt allein in seiner Wohnung und es ist nichts zu hören? Die Leere kann beruhigend sein, wenn man dem Lärm des Tages entfliehen will. Doch auf Dauer ist es ein Gefängnis der Stille. Kein Knarren der Holzdielen, kein Schleifen von nackten Füßen über dem Boden, kein Zeichen von Leben. Es stauen sich Gefühle an, die man nicht loswerden kann, wenn man sich allein fühlt. Einsamkeit, Angst, Verzweiflung. Ein Karussell aus Emotionen beginnt sich zu drehen und man ist der einzige Fahrgast. Das Karussell hält nicht an, wenn man es will. Es dreht sich und zieht einen weiter in den Strudel, dem man so verzweifelnd zu entkommen versucht. Alles was man hört ist der Herzschlag im Brustkorb, ein Takt, der vorgibt in welche Richtung es geht. Schneller, denn jede Gedankenwelle die sich im Inneren bricht, könnte die letzte sein. Der Atem gerät ins Stocken, eine sich anbahnende Ohnmacht versucht die Kontrolle über den Körper zu übernehmen. Doch irgendwie schafft man es sich aufzuraffen, sich nicht dem Kontrollverlust hinzugeben, weil man weiß, dass es nicht hilft. Langsam, manchmal dauert es eine ganze Nacht, wird man sich der Dinge bewusst, die geschehen sind. All diese Emotionen – sie müssen bekämpft werden. Mauern müssen eingerissen werden, um ihnen den Raum zu nehmen, den sie versuchen einzunehmen.

Es ist schwierig sich allein aus dem Sog zu befreien, so sollte man niemals ein schlechtes Gewissen, wenn man um Hilfe bittet, deshalb ruft eure Freunde an, auch wenn sie noch soweit weg wohnen. Reden hilft und lachen erst recht.

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